Selbstbehauptung

Selbstbehauptung, Selbstverteidigung, Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen – in diesem wiederkehrenden Angebot zur Gewaltprävention geht es in erster Linie um die Kinder selbst. An mehreren Tagen lernen sie, wie sie sich in kritischen Situationen am besten verhalten, um Gewalt aus dem Weg zu gehen oder sich im Ernstfall wehren zu können.

Bei der Selbstbehauptung geht es darum, dass man sich seiner eigenen Kraft bewusst wird und seine Stärken entdeckt. Zusammen mit einem oder mehreren Trainern wird geübt, wie man mit seiner Körperhaltung ein selbstsicheres Auftreten vermitteln kann. Bereits dadurch können manche potenziellen Konflikte verhindert werden. Weitere Übungen bestehen darin, seine eigene Stimme und Blickkontakt gezielt einzusetzen, um Angreifer zu verunsichern. In unterschiedlichen Rollenspielen üben die Kinder, klar und deutlich „Nein“ und „Stopp“ zu sagen, um aus unangenehmen Situationen herauszukommen. Dies dient vor allem der Abwehr von Gefahren.

Sollte es dennoch zu einem Konflikt kommen, werden in der Selbstverteidigung Techniken erlernt, mit denen Angreifer zielgerichtet an sensiblen Stellen getroffen werden können. Dazu zeigen die Trainer den Kindern in der Turnhalle Techniken aus Kampfsportarten. Anschließend üben die Kinder gemeinsam, selbstverständlich ohne sich gegenseitig zu verletzen.

Bei der Selbstwirksamkeit geht es hingegen vielmehr um das Kennenlernen der eigenen Bedürfnisse und Grenzen. Auch werden grundlegende Werte wie Respekt und Toleranz im Umgang miteinander vermittelt. Außerdem werden die Kinder zum Thema Mobbing und Ausgrenzung sensibilisiert.

Das alles zusammen stärkt das Selbstvertrauen jedes einzelnen Kindes. Die positiven Auswirkungen lassen sich im Schulalltag schnell erleben. Die Kinder sind sich bewusster, was für ein Verhalten im Umgang miteinander in Ordnung ist und wann es grenzwertig wird oder eine Grenze überschritten wird. Und sie sprechen es direkt an.

In den vergangenen Jahren wurden die Trainings zur Selbstbehauptung und Co von unterschiedlichen Anbietern durchgeführt. Finanziert werden die Angebote durch Elternbeiträge über den Förderverein. Etwaige Restkosten übernimmt der Verein und finanziert sie aus Mitgliedsbeiträgen und Sponsorengeldern.